27.03
2019

Malen mit Da Vinci

Wer kreativ ist, schafft Ausgleich und Entspannung. Das probieren die Bewohner der SRH Pflege selbst aus und folgen den Spuren Leonardo da Vincis.

Foto: Ein Porträt der Mona Lisa auf einer Staffelei, gemalt von einer Bewohnerin der SRH Pflege

Auf den Spuren der Mona Lisa entstehen in der SRH Pflege ganz neue Kunstwerke.

Konzentriert führen die Finger den Stift über das Papier. Erst werden die Haare nachgezeichnet, dann der feine Bogen der Stirn, der in den Schwung des Kinns übergeht. Strich für Strich entsteht das Gesicht der Mona Lisa.

Für Tom Arnold (Name geändert) ist diese Bewegung Kunst und Übung zugleich. Seit einem Unfall sitzt er im Rollstuhl. Ganz langsam lernt er, seinen Alltag mit der Einschränkung zu meistern. Dabei unterstützen ihn die Alltagsbegleiter und Therapeuten der SRH Pflege in Heidelberg.

Die Pflegeeinrichtung gestaltet ihr Wohnangebot „Junge Pflege“ speziell für Menschen ab 18 Jahren, die nach Krankheit oder Unfall Hilfe im Alltag benötigen. Zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci haben die Ergotherapeuten mit den Bewohnern das Kunstprojekt „Leo 500“ gestartet. Jede Woche bis Anfang Mai sollen einzigartige Kunstwerke entstehen – ganz egal, welche Fähigkeiten die Einzelnen mitbringen.

Hier übt Tom Arnold, wieder selbstständig zu sein. Das Malprojekt ist ein guter Ausgleich und trainiert die Beweglichkeit. „Wir ermutigen die Teilnehmer, sich auszuprobieren und ihren eigenen Weg zu finden. So können sie sich mit ihren Fähigkeiten in den Kunstwerken ausdrücken“, sagt Alltagsbegleiter Marcus Steinbuch.

Praktikanten und Helfer im Freiwilligen Sozialen Jahr unterstützen jeden Einzelnen nach seinen Fähigkeiten, helfen beim Zeichnen oder mischen Farben an. Gemeinsam entstehen so völlig neue Interpretationen der Mona Lisa: Auf einem Bild lächelt dem Betrachter die berühmte Dame als Kaffeekanne entgegen – ganz im Stil des Surrealismus.

Die Kunstwerke sind dann Anfang Mai in einer Ausstellung zu sehen. „Das ist eine zusätzliche Motivation für unsere Aktion. So kann jeder seine Fortschritte mit den anderen teilen“, sagt Marcus Steinbuch.

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